Wanderritt nach Annaberg

28.-29.7.2012


Wir haben´s wirklich geschafft: ein gemeinsamer Wanderritt, gutes Wetter, geniale Galoppstrecke, gesunde HeimkehrerInnen!

 

Bei der Vereinssitzung war es noch ein Vorschlag und dann, ein paar Monate später, kehrt man glücklich und müde heim. Verdanken können wir das Nina Gansch und Christa Mitterer, die trotz dieser traurigen Verluste zu Jahresbeginn den Willen zu einer gemeinsamen Pferdeaktivität aufbrachten und im Vorfeld alle Vorbereitungen für einen reibungslosen Ablauf zu einem Wanderritt getroffen hatten.

 

So konnten 1 Reiter und 7 Reiterinnen am Samstagfrüh ab 7:00 von Hof zu Hof zusammentreffen und den Weg nach Annaberg antreten. Unsere Route ging beim Betrieb Haag in Schwerbach los. Die Chefin des Tages, Nina, sammelte all ihre Pferdchen zusammen:

 

Nina auf ATIVO

Esther auf AMADEUS

Petra auf COPY (aus Frankenfels angereist)

Adele auf JAMY

Max auf PAROS

Sabine auf MEADOW

Lisa auf ASHANTI

Tanja auf LARA

Christa begleitete uns mit deutlich mehr PS und konnte deshalb all das Zeug wesentlich rückenschonender nach Annaberg bringen.

 

Über den Schroffner Wald ging es in die Loich und mit ein paar kurzen Galopperln weiter nach Schwarzenbach, wo wir eine erholsame Rast für Pferd und ReiterInnen bei der Pferdepension Bieder machten. Für die Pferde gab es Anbindeplätze, Wasser und Heu, für uns gutes Essen und - ach Göttin: kühle Radler. Es war ein heißer Tag und das sollte sich noch als Hürde erweisen. Denn vor uns lag die Umgehung der Hölzernen Kirche. Auf dem Forstweg Windisch-Graetz im "Kahtoi", den wir dank der Verhandlungskünste unserer Organisatorin Nina mit Ausnahmeerlaubnis reiten durften, verzettelten wir uns ein wenig. Mal waren wir vom Gefühl her zu tief, mal zu hoch. Die goldene Mitte erreichten wir Pferde führend, mit hängender Zunge, verschwitzt - doch noch. Lust auf einen flotten Galopp war allerdings vergangen. Vor allem die Barhufgeher waren in diesem Schotterlabyrinth arm. Erholung gabs schließlich für Huf und ReiterInnen auf den weichen Wiesen der Annaberger Alm. Christa erwartete uns dazwischen auch mit kühlen Getränken. Bald lag derStadlerhof vor uns, der für jedes Pferd eine lustige Box vorbereitet hatte. Die Dusche gegen das verklebte Fell kam wohl jedem unserer tapferen Vierbeiner wie ein Geschenk des Himmels vor. Zufrieden und schon als eigene kleine Herde auftretend, steckten sie die Köpfe aus den Boxentüren heraus. Wir schlurften durstig, dreckig und damisch in unser Luxus-6er-Zimmer.

 

ASHANTI und LARA warteten noch auf den Abholdienst. Jasmin kam vom Nattershof und holte die beiden mit ihren Reiterinnen. Tanjas Ankündigung, dass sie beim letzten Verladen einiges an Personal benötigt hatte, stellte uns schon auf  ein paar Stündchen Arbeit ein. Wir mussten aber zunächst erst herausbekommen, weshalb die verladeerprobte NUSS nun so ein Theater machte. Die konnte ja nach diesen Strapazen nur heim wollen. Na sicher, aber nicht ohne seine LARA. Also wurden sie "parallel verladen" - neue Methode, sehr erfolgreich! Schnell waren beide im Hänger und das war auch gut so, denn es regnete schon, die Laderampe war rutschig und das Unwetter zog herauf.

 

Das sehr feine Abendessen im Stadlerhof mit Wachteleiern und Wein und eine heiße Dusche im Luxusbad machten alle Strapazen des 7 Stunden-Rittes wett. Eine durchzechte Nachte wurde es aber dann doch nicht, weil allen klar war, dass der nächste Tag nicht weniger anstrengend sein würde.

Sonntag, 6:45 aufstehen, für Adele früher - sie kontrollierte noch mal die Pferdefütterung. Allen ging es gut und auch wir konnten wieder mit Wachteleiern rechnen. Der Aufbruch verspätete sich angesichts dieses netten Frühstückes und des Wunsches, auch den Pferden so nette Leckerlis in Wachteleigröße zukommen zu lassen, um eine halbe Stunde.

 

9:00 - es sollte ein Mächtigkeitswanderreiten von 7 Stunden werden - nur die Chefin des Tages, Adele, wusste dies und trieb am Morgen zur Eile. Die Stimmung war bei den Ahnungslosen aber entspannt und angesichts des idealen Reitwetters voller Zufriedenheit. Der Himmel war bewölkt, es war abgekühlt, aber der Regen blieb aus. Der Weg führte nach Reith und weiter über den Wastlboden nach Gösing. Eine für Pielachtaler Verhältnisse nie enden wollende Galoppstrecke lag vor uns. In der Mitte hielt sie ein natürliches Springhindernis für die Mutigen bereit. Wow, so genial! Alle Zweibeiner strahlten vor Freude.

Über den Turmkogel ging es weiter nach Puchenstuben. Dort beim Kräuterhäusl erwartete uns eine kleine Jause, diePetra organisiert hatte. Die Pferde mussten sich mit Rasenpflege des Parkplatzes beschäftigen. Abritt nach der kurzen Pause und vorbei beim Kirtag in Puchenstuben mit Reschinsky. Naja, bei den Reschinsky-Schaumrollen kann man nicht so einfach vorbei. Also bekam noch jeder von Adele eine Nachspeise spendiert. Über Winterbach gings nachLaubenbachmühle. Von oben lachte uns ein "Abschneider" an, der sich dann zwar schon als die verkehrsärmere, aber nicht als kürzere Strecke herausstellte. Die Pferde waren erschöpft, die ReiterInnen gereizt. Also legten wir im Tal angekommen einen flotten Trab hin und schon war wieder eine große Distanz zurückgelegt. Ein öder Asphalthatscher nach Frankenfels wurde dann einstimmig durch eine Runde auf dem Sonnbergritt am Frankenfels Berg aufgelockert. Freilich waren die Pferde schon so müde, dass sie es wohl weniger toll fanden noch mal bergauf gehen zu müssen. Die Stuten zeigten sich wieder ganz rollentypisch: zwar kämpferisch und somit immer vorneweg, aber bei Müdigkeit zickig und jede ein Mal aushauend. Das letzte Stück von Schwarzenbach über Holzsteig nach Dobersnigg ging dann aber auch noch. Der kurze Regen störte niemanden mehr, wenigstens hatten wir unsere Regenjacken nicht unnötig mitgenommen, und zuhause in Schwerbach angekommen begrüßte uns erstmals an diesem Tag die Sonne.

 

Das war ein erfolgreicher Wanderritt des Reit- und Fahrvereins Sonnberg! Herzlichen Dank an die Organisatorin Nina, an die Begleiterin Christa, an die Herbergegeber Fam. Bieder und Fam. Wagner-Pesendorfer, an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen und unsere tollen, tapferen, fitten Pferde.